Die Sozialkunde-Kurse 11 und 12 führten in der Woche vor Weihnachten das Konfliktplanspiel zum Syrien-Konflikt durch. Zunächst vermittelte Herr Dalichovon der Bundeswehr in einem zweistündigen Vortrag einen Überblick zur Hintergrundgeschichte des Konfliktes. Am nächsten Tag bekam jeder Schüler zufällig ein am Konflikt beteiligtes Land zugeordnet und erhielt den Auftrag, dieses als Staats- oder Regierungschef zu vertreten.
Das Ziel der Simulation war nun gemeinsam innerhalb des Formates der UNO eine Lösung für den Konflikt zu finden, wobei jedes Land zum Teil unterschiedliche Interessen verfolgte und, so wie in der Realität, nur eine begrenzte Menge an Kräften, Fähigkeiten und Ressourcen einsetzen konnte, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Dazu mussten die einzelnen Interessen koordiniert und Absprachen mit den anderen Staaten getroffen werden. Zentrale Herausforderung war dabei die Koordination und der wohlüberlegte Einsatz ziviler, diplomatischer und militärischer Optionen.
Bei der anschließenden Simulation an der Landkarte des Konfliktgebietes wurden die Konsequenzen der jeweiligen Entscheidungen deutlich, teilweise auch mit überraschenden Folgen. Beim Auswertungsgespräch wurden die einzelnen Entscheidungen sowie ihre Gründe und Folgen erörtert und mit den realen Ereignissen des Konfliktes verglichen.
Mithilfe des Planspiels konnten wir einen sonst nicht möglichen, tiefgreifenden Einblick in einen nach wie vor aktuellen, internationalen Konflikt gewinnen und unsere Kenntnisse aus dem Sozialkundeunterricht anwenden.
Text und Fotos: F. Brückner
